Neuentwicklung in Kooperation
Gerüstbau Grund und MJ entwickeln gemeinsam neue Basiskupplung
Die Idee kam von Stefan Grund von der Grund Gerüstbau GmbH Erfurt,
die Umsetzung von der MJ-Gerüst GmbH aus Plettenberg.
Das Ergebnis: Die neue MJ Basiskupplung, die bei verschiedensten Anwendungen
zu effektiven Lösungen und enormen Materialeinsparungen führt.
So wie bei der Krämerbrücke in Erfurt,
bei der die angrenzenden Anbauten an
den Kirchturms nicht belastet werden können,
wurde die MJ Basiskupplung an
verschiedenen Objekten getestet.
Beispiel: Kirchensanierung bzw. nicht zu belastende oder vorhandene Untergründe.
Bei Kirchensanierungen kommt es häufig vor, dass Anbauten am eigentlichen Kirchenschiff
nicht die Stabilität aufweisen, um Lastabtragungen vom Gerüst aufzunehmen.
Es müssen deshalb meist aufwändige Trägerkonstruktionen geschaffen werden, um die
Gerüstaufbauten auf „sichere Füße“ zu stellen. Die Lösung besteht in aller Regel aus
Schwerlast-Gitterträger-Verbindungen, vertikal verstärkt mit Gerüstrohren, die über die
Anbauten hinweg frei angebracht werden, um das darüber aufzubauende Gerüst sicher zu tragen.
Durch den Einsatz der MJ Basiskupplung können hier Zeit (Montageaufwand) und Material
(Investitionskosten) in erheblichem Umfang eingespart werden.
Aus der Erfahrung heraus lässt sich der Montageaufwand bei Verwendung der MJ Basiskupplung
um 75% reduzieren. Anstelle einer Gitterträger-Konstruktion wird die MJ Basiskupplung direkt
mit dem Gebäude verbunden. Genau wie bei der Gitterträgerkonstruktion auch, hängt die Art
der Befestigung von der Gebäudefassade ab. Im Vergleich zur Hängerüstung gestaltet sich
die Wandplattenverankerung jedoch unproblematisch.
Beim Einsatz der MJ Basiskupplung sind
keine Sonderbauteile notwendig, zum Einsatz
kommen nur Systembauteile.
Das Gerüst hängt komplett am Gebäude.
Die Basiskupplung nimmt dabei die reinen
Vertikallasten auf.
Kernstück der MJ Basiskupplung sind zwei parallel angebrachte Halbkupplungen, die auf einer
T-Trägerplatte angeschweißt sind. An ihnen wird das Gerüst befestigt.
Beim Einsatz der MJ Basiskupplung sind keine Sonderbauteile notwendig, zum Einsatz kommen
nur Systembauteile. Das Gerüst hängt komplett am Gebäude, die Basiskupplung nimmt dabei die
reinen Vertikallasten auf.
Die MJ Basiskupplung verfügt über eine Grundlagenstatik, die vom Ingenieurbüro Klimpel aus
Bochum, Ansprechpartner Dipl.-Ing. Michael Klimpel, Mitglied im Fachausschuss Technik der
Bundesinnung, gerechnet wurde. Die Grundlagenstatik reicht in aller Regel aus, um den
statischen Anforderungen durch das abzutragende Gerüst gerecht zu werden.
Diese Konstruktion ist keine Regelausführung der Zulassung, sondern kann nach statischem
Nachweis bei der Lastklasse 3 unendlich fortgesetzt werden.
Ein weiterer Einsatzweck, bei dem sich die MJ Basiskupplung bewährt hat, sind Sanierungsarbeiten
auf Flachdachbauten, bei denen gemäß §12 der „UVV Bauarbeiten“ ein Seitenschutz nach DIN 4420-1
angebracht werden muss. Dabei wird an den MJ Basiskupplungen, die am oberen Gebäuderand seitlich
befestigt werden, eine Rohr-Kupplungskonstruktion angebracht, die einen sicheren Seitenschutz bietet.
Auch hier liegen die Vorteile in der Material- und Kosteneinsparung, da auf den Einsatz von Gerüsten
verzichtet werden kann. Hinzu kommt die freie Beweglichkeit der Arbeiter, die sich bis zur Attika
ohne weitere Sicherheitsvorrichtungen bewegen können und während der gesamten Bauarbeiten
„absturzgesichert“ sind und unbehindert arbeiten können.
Die Vorteile sind klar ersichtlich:
Der Einsatz von MJ Basiskupplungen anstelle der sonst üblichen
Gitterträgerkonstruktionen führt deutlich zu Material- und Zeiteinsparung.